[ MarTech Insights ]
MarTech Stack Audit: Was wirklich in Ihrem Stack steckt (und was raus muss)
Ein MarTech Stack Audit ist eine strukturierte Bestandsaufnahme: Welche Marketing-Software gibt es im Unternehmen, wie wird sie genutzt, was kostet sie, wie sind die Systeme verbunden und wo liegen Risiken, Redundanzen und Lücken. Das klingt nach IT-Projektvokabular. In der Praxis ist es vor allem eine Managemententscheidung.
Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist
Es gibt vier Auslöser, nach denen Unternehmen typischerweise ein Audit anfordern:
- Budgetdruck: Die Geschäftsführung fragt, was die Marketing-Software wirklich bringt. Niemand kann es beantworten.
- Führungswechsel: Ein neuer CMO übernimmt einen Stack, den er nicht kennt.
- Merger oder Reorganisation: Zwei Teams werden zusammengelegt, beide haben ihre eigenen Tools.
- Compliance-Anforderung: Audit, NIS2-Prüfung oder Datenschutzbehörde verlangen Transparenz über Datenverarbeitung.
Besser als alle vier: ein Audit, bevor es einen dieser Auslöser gibt. Dann ist es ein strategisches Instrument statt einer Krisenreaktion.
Die 7 Dimensionen eines Stack Assessments
Ein sinnvoller Audit bewertet den Stack nicht nur nach Lizenzkosten. Sieben Dimensionen geben ein vollständiges Bild:
- Tool-Inventar: Was ist lizenziert? Wer nutzt es wie oft? Was sind die Kosten?
- Nutzungstiefe: Werden 30% oder 90% der verfügbaren Features genutzt?
- Integration: Welche Tools sind verbunden? Wo fließen Daten durch, wo nicht?
- Datenqualität: Sind die Daten in den Systemen aktuell, konsistent und vollständig?
- Compliance: DSGVO, AVV, Datenspeicherort, Sub-Verarbeiter.
- Ownership: Hat jedes Tool einen klaren internen Owner mit Verantwortung?
- Strategische Passung: Unterstützt das Tool die Marketingziele der nächsten 12-24 Monate?
Was Unternehmen dabei regelmäßig überrascht
Weitere häufige Überraschungen:
- Zwei Tools, die beide als CRM laufen, aber unterschiedliche Datenmodelle haben und nie synchronisiert werden.
- Ein Marketing Automation Tool, das zu 15% genutzt wird, weil die E-Mail-Funktion alle anderen Features verdrängt hat.
- Verträge mit automatischer Verlängerung, die niemand im Kalender hat.
- Tools ohne AVV, die personenbezogene Daten von EU-Kundschaft in die USA übertragen.
Was am Ende des Audits steht
Ein Stack Assessment endet nicht mit einem Bericht über Probleme. Es endet mit einer priorisierten Quick-Win-Roadmap: welche Tools können sofort gekündigt werden, welche sollten konsolidiert werden, welche Lücken müssen geschlossen werden und was ergibt in den nächsten 12 Monaten strategisch Sinn. Alle Maßnahmen mit ROI-Schätzung.
Weiterführend: Stack Assessment (12.900 EUR Festpreis, 1-2 Wochen) und Warum Tool-Wildwuchs Ihr Budget kostet.
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